extra für blub: mein Londonartikel
Inland hieß es „Die Welt zu Gast bei Freuden“. Und während Deutschland alle Welt zu sich einlädt, wandert unsere Stufe aus. Für ein paar aus der 12.Klasse hieß es also am 12.06.06 um 5.50Uhr morgens „Be happy, we are going to London!“. Mal abgesehen davon, dass der größte Teil unserer Gruppe noch im Halbschlaf war, schienen wir das auch ganz gut hinzubekommen. Den Bus teilten wir uns mit den Elfern, aber das Hotel hatten wir für uns! Und damit hatten wir wirklich Glück. Abgeschreckt von Horrorgeschichten unserer Vorstufe und den angsteinflößenden Geschichten von Lehrerseite aus, hätte uns selbst die schlimmste Baracke nicht mehr überraschen können. Da machte es auch nichts aus, dass der größte Teil unserer Gruppe im Keller untergebracht war.
Nach ca. 12 Stunden Fahrt bei mindestens 35 Grad im Bus (ja, die Klimaanlage gab zuweilen den Geist auf), war dann auch jeder froh in eine mehr oder weniger schimmelfreie Dusche zu springen.
Zum Auspacken fehlte abends die Lust und darum wagten wir unsere ersten Schritte auf englischem Boden. In kleinen Gruppen erkundeten wir die Gegend und ein paar von uns stießen im Hollandpark mit dem ersten englisch Bier an (kein Vergleich mit unserem Gebräu).
Die folgenden Tage verliefen ähnlich. 9 Uhr aufstehen, Frühstücksbuffet, und dann das ewige Warten, bis sich alle Schüler am Treffpunkt versammelt hatten. Aber Herr Schreiber ließ sich zu keiner Zeit seine gute Laune verderben, dafür erst Mal ein großes Lob! Und auch Frau Schneider schien die Fahrt zu genießen.
Vormittags klapperten wir dann alle möglichen Sehenswürdigkeiten ab, Hyde Park, Westminster Abbey, Big Ben, Tower Brige. Doch das einschneidenste Ereignis spielte sich vor dem Buckingham Palace ab: Changing of the Guards. Versprochen wurde uns eine unvergessliche Show, darum stellten wir uns auch bereitwillig für eine Stunde in die pralle Sonne. Doch was war das Resultat? Ein paar Männer die in Grüppchen über den Platz liefen und Blasinstrumente spielten, gefolgt von einer Pferdekolonne. Da ist selbst der Monheimer Karnevalszug aufregender!
Aber die Hoffnung kam am Nachmittag, welcher Freizeit versprach. Das hieß Zeit zum shoppen, essen und ... shoppen, insofern einen die Füße noch tragen konnten. Abends war dann Fußball angesagt. Die deutschen WM Spiele sahen wir uns natürlich im Pub an und machten uns dort als Rowdies ‚beliebt’. Auch unsere Fangesänge „Trinidad Tobago ohohohohoh“, kamen bei dem Spiel England gegen Trinidad und Tobago unheimlich ‚gut’ an. Großen Zwischenfällen konnten wir allerdings entgehen.
Freiwillig war dann noch der Musicalbesuch in „We will rock you“. Doch Berichten zur Folge hatte man sich davon auch mehr versprochen. Während der freien Nachmittage hatte sich unsere Stufe in kleinen Gruppen über London verteilt. Die einen gingen zu Madame Toussau, die anderen nach Camden Town und die selbst ernannten ‚Tussis’ trieben sich in Internetcafes rum.
Die Elftklässer, welche nur ein paar Straßen weiter wohnten bekamen wir trotzdem erstaunlich wenig zu sehen.
Am Freitag morgen beschlossen wir dann gegen Nachmittag aufzubrechen. Also hatten wir noch etwas Zeit unsere letzten Pfunde auf den Kopf zu hauen.
Auf der Rückfahrt hatten wir dann weniger Glück. Alle waren müde und wollten nur noch in ihr Bett, von Enthusiasmus wie auf der Hinfahrt keine Spur. Aber die Fähre machte uns einen Strich durch die Rechnung und ließ eine ganze Stunde auf sich warten. Um 7 Uhr morgens trafen wir dann endlich vor der Schule ein und eine aus meiner Sicht, gelungene Stufenfahrt ging zu Ende.




blub am 23.Jul 06  |  Permalink
Dankeschön :)
Liest sich doch ganz gut und informiert wird man auch, was will man mehr?

bathwater am 24.Jul 06  |  Permalink
danke... dann geb ich den Artikel wohl so ab.